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Pa Mu Ankh - 25. bis 30. April 2005
“Wer bin ich eigentlich?” - “Was ist der Sinn meines Lebens?” - “Wie kann ich etwas in meinem Leben verändern?” Diese und ähnliche Fragen beschäftigen mich schon seit längerer Zeit. Eigentlich, so dachte ich, weiss ich doch, wer ich bin, was meine Aufgabe ist und worin der Sinn meines Lebens besteht. Mit diesen Fragen startete ich den Pa Mu Ankh-Kurs, und Schritt für Schritt kam ich im Laufe der Woche den Antworten näher.
Für die Arbeit während der Kurswoche möchte ich das Bild eines Berges gebrauchen. Zu Beginn des Kurses stand ich vor diesem riesigen Hügel - es ist der Berg meiner Fragen. Mein Ziel war es, diesen Höhenzug zu besteigen und so die Antworten zu meinen Fragen zu finden. So machte ich mich auf den langen Weg zum Gipfel. Dort erhoffte ich mir eine herrliche Aussicht auf die andere Seite. Dieser Weg zum Berggipfel schien mir endlos und kaum überwindbar. Überall stellten sich mir Hindernisse in den Weg. Wer hat diese Hindernisse aufgebaut? Wie kann ich die Hindernisse überwinden? Im Pa Mu Ankh wurde mir bewusst, dass ich mir diese Hindernisse selber aufgebaut habe und dass ich selber die Möglichkeit habe, sie wieder abzubauen. Ich habe erkannt, dass und wie stark ich mich an Bildern und Erwartungen der Gesellschaft orientiere. Bis anhin dachte ich, dass ich mich an diesen Erwartungen zu orientieren habe, und dass genau dieser angebliche Druck von aussen mich weiter bringt. Auf dem Weg zum Berggipfel lernte ich diese, von mir selber gebildeten Hindernisse abzubauen. Mir wurde bewusst, dass ich allein die Möglichkeit und die Kraft habe, mich diesen Hindernissen zu stellen.
Die verschiedenen Übungen, Meditationen und die Begleitung durch das Trainerteam während des Kurses halfen mir dabei. Auf dem Weg näherte ich mich schrittweise mehr meinem wahren Wesen. Allmählich lernte ich mich selber kennen, und mir wurde bewusst, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Zum Ende der Woche hin kam ich meinem Berggipfel immer näher. Nach und nach baute ich mir meine Hindernisse ab und erreichte so mein erstes Etappenziel - die Spitze des Berges. Auf dem höchsten Punkt sah ich die Weite und die Möglichkeiten, die sich mir in meinem Leben bieten. Ich erkannte auch die Weite in mir selber. Ich erkannte die Kraft, die ich in mir trage. Nun weiss ich, dass diese Weite in mir selber liegt, und dass ich alleine die Möglichkeit habe, diese Weite zu leben und zu erleben. Ich bin immer noch auf dem Weg. Den Gipfel des ersten Berges habe ich hinter mir gelassen. Vor mir liegen weitere Hügel und Berge, vor mir liegt mein Weg. Ich freue mich auf diesen Weg und die Wanderung durch mein Leben. Mirjam
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Pa Mu Ankh oder: Eine Woche mit sich selbst - unter anderen
Es war ein besonderes Erlebnis, diese sechs Tage auf dem "Weg zum Wasser des Lebens" bei Gerlinde und Günther Schumacher und ihren Trainern. Eine schön durchmischte Truppe hatte sich eingefunden, fünf Frauen und fünf Männer, aus Berufsfeldern von der Informatik über Bankwesen und KV bis hin zu Lehrkräften.
Schon am ersten Tag war In-sich-hineinfühlen gefragt, wir dehnten uns über uns selbst hinaus aus und erlebten sowohl das Geben als auch das Nehmen von Vertrauen zu jemandem, den wir noch keinen Tag lang kannten. "Blindes" Inter-Agieren mit einem zunächst unbekannten Gegenüber öffnete uns selbst einen von (vorschnellen visuellen) Vorurteilen befreiten Zugang zu anderen Teilnehmern; für mich eine sehr spannende Erfahrung.
Wiederholt von Meditationen und In-Sich-versenken-Übungen begleitet setzten wir uns im Laufe der ersten vier Tage auseinander mit: Erwartungen, Filtern (die man auch als "Festgefahrenheiten" bezeichnen könnte), Elementalen, ätherischen Energien und schliesslich dem Sich-Hineinversetzen in Dinge und dem Wertschätzen eines Gegenübers. Die Aufzählung fällt mir im Nachhinein wesentlich leichter als es die Arbeit an den Themen war. Die angenehm langen Mittagspausen wurden gerne für eine kleine Siesta, einen Spaziergang oder ein Gespräch mit den Trainern genutzt. Kaum einer, der am morgen nicht von "früh zu Bett gegangen" erzählt hätte.
Noch gesteigert wurde die Intensität während der restlichen drei Tage. Die Auseinandersetzung mit den Affirmationen des Lebens hielt uns bis zum Schluss auf Trab, und schon bald fand manch einer unter den sich gegenseitig unterstützenden Teilnehmenden zu "seinen" Punkten. Das Aufleuchten in den Augen des Gesprächspartners widerspiegelte sein neues inneres Licht, das auf seine "Knoten" zu fallen, sie zu lockern oder gar zu lösen begann.
All die Übungen der Vortage erwiesen sich als hilfreich, um ein Gegenüber bei der Bearbeitung seiner Themen zu begleiten und auf ihn einzugehen, ohne ihn zu vereinnahmen. Bisweilen half es mir bei meinem eigenen Verarbeiten, den Gedankengang eines Partners beim Entstehen und sich Verfestigen mit zu erleben. Begleitet von wechselnden Gesprächspartnern und -partnerinnen stiess ich so wieder und wieder auf die Widerhaken, Querbalken und Hindernisse im eigenen Denken und Fühlen. Ich konnte mir Ansätze erarbeiten und Hinweise aufsammeln, wie das eine oder andere Alltags-Problem auch betrachtet werden könnte - worauf es prompt eine ganz andere Gestalt bekam.
Über die ganzen 6 Tage empfand ich die Atmosphäre als offen und von grosser Freundlichkeit geprägt. Es gab wenig "Programm-Abspulerei", und Spielverderbertum oder gar Unernsthaftigkeit fehlten gänzlich. Für Freude, Trauer, Verzweiflung, Tränen und viel Lachen war der Raum nicht nur gegeben, sondern er wurde auch ausgefüllt. Viel Bodenständigkeit, Ruhe und Realitätsbezug sorgten dafür, dass nicht ein fader "gut haben wir bei einem Tee darüber geredet" - Nachgeschmack blieb - in allen Gesprächen und Übungen steckte viel Substanz drin.
Gerade dass der Kurs unter der Woche stattfand, und dass wir jeden Abend in den Rest des Alltags hinaus entlassen wurden, machte für mich das Besondere aus. Es mag sein, dass ein abgelegener Seminar-Ort ein intensiveres Lern-Erlebnis bieten könnte; als Techniker sehe ich den Sinn und Nutzen von "Labor-Umgebungen" durchaus ein. Bewähren muss sich jedoch das Erlernte im Alltag. Für diesen ist es schliesslich auch gedacht - und in diesen habe ich meine "Hausaufgaben" mitgenommen. Marc
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