Peter Brunner im Artikel >Von der inneren Dimension des Selbst<, Aargauer Zeitung v. 21.2.02:
Dem evangelischen Theologen und Psychotherapeuten Günther Schumacher ist es zugute zu halten, mit seinem Buch auf im guten Sinne "einfache" Weise den Zusammenhängen von Mensch und Spiritualität auf den Grund zu gehen. Dass religiös-theologische Aspekte auch ihre Rolle spielen, das bereichert das Werk. Schumacher...ist die ernsthafte Ausein- andersetzung mit dem Selbst ein Anliegen: "Es geht nicht um all das, was wir tun, was wir aufbauen und leisten im Leben, sondern um uns Selbst."...Und er bringt Gedanken zur Auseinandersetzung mit Gott ein. Es sei problematisch, über ihn zu schreiben, da man Gott nicht wie irgendein anderes Thema abhandeln könne, und dass schon der Begriff negative Gefühle zu wecken vermöge. So sei Gott weder der höchste Richter noch das vollkommenste Wesen. Nein, er sei "die alles umfassende Absolute Unbegrenzte Wirklichkeit, in der jeder von uns ist."...Schumacher verficht die These "die Seele, das, was jeder wirklich ist, stirbt nie. Was stirbt, ist lediglich der physische Leib"... und er vertritt mit Vehemenz eine weitere These: "Alles, was ich denke, sage und tue, hat eine Folge.”... Was unter anderem das Buch Schumachers lesenswert macht, sind nebst den Hinweisen zu Gleichnissen vor allem die jeweils ein Kapitel abschliessenden meditativen Übungen. Einfache, klare Möglichkeiten zum Entspannen und In-sich-Gehen...

...seit dem Lesen der ersten paar Seiten bin ich begeistert von den überwältigenden Erkenntnissen und Wahrheiten,
die Günther Schumacher darin erläutert! Das ganze Leben scheint sich wie ein Puzzle zusammenzufügen
und der Leser erhält Antworten, die er vielleicht immer schon geahnt, vermutet, geglaubt, und vor allem
natürlich gesucht hat. Plötzlich fühlt man sich befähigt, über die Mauern der eigenen Begrenztheit hinauszusehen
und das Lebensspektakel aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen - vielleicht gar mit den Augen des
"Höheren Selbst"...
Bibelzitate in Einklang gebracht mit persönlichen Erfahrungen und esoterischen Lehren mögen für die Kirche vielleicht
ein gewisser Dorn im Auge sein, dennoch ändert das nichts an der tiefen Wahrheit, die hinter diesen Aussagen steckt.
                                     Tanja B.